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Weichmacher in Plastik, Gefahr im Süßstoff, Ronald Reagan und Donald Rumpsfeld

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BPA_KennzeichnungWie gefährlich Weichmacher in Verpackungen aus Plastik und Lebensmittel-zusatzstoffe als Süßungsmittel für die Gesundheit sind und wie uns Regulierungsmaßnahmen der Gesundheitsbehörden, wie FDA und EFSA gar nicht schützen und was Ronald Reagan und Donald Rumpsfeld damit zu tun haben, das berichten wir in dieser Reportage und in dem Filmbericht von Marie-Monique Robin am Ende der Story.

Bisphenol A ( BPA) wird als Antioxidands in Weichmachern für die Herstellung von Plastik verwendet. Aus Bisphenol A enthaltenden Kunststoffen, insbesondere aus Polycarbonat, Vinylesterharz und Epoxidharz, werden zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln und Getränken hergestellt. Aus Epoxidharzen werden Beschichtungen für metallische Behälter ebenfalls für Lebensmittel wie Konservendosen und für Getränkebehälter und Wasserkocher hergestellt.

Gesundheitliche Risiken bei der Freisetzung von Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen:

Eine Studie der University of Michigan (veröffentlicht 2010) an 190 Männern mit Fruchtbarkeitsproblemen ergab:

  • In 89 Prozent der Urinproben wurde BPA gefunden.
  • Bei Männern, die über hohe BPA-Konzentrationen verfügten, konnte man unter anderem eine 23 Prozent geringere Samenkonzentration sowie rund 10 Prozent mehr DNA-Schäden feststellen. Die Werte der Probanden, bei denen nur geringe oder keine BPA-Spuren vorhanden waren, waren deutlich besser.

Neue Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Diabetes, Herz-Kreislaufproblemen, fehlender Libido oder auch Fettleibigkeit und einem erhöhten BPA-Spiegel im Blut hin. (Bisphenol A. Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen (PDF; 522 kB). Umweltbundesamt (Hrsg.), Dessau-Roßlau, Juli 2010. CHEM Trust publications on obesity and diabetes, englisch)

US-Forscher ermittelten eine Steigerung der BPA-Konzentration auf 20,8 Mikrogramm pro Liter im Urin von Testpersonen durch den Konsum von Konservendosen-Suppen, gegenüber der Vergleichsgruppe mit 1,1 Mikrogramm pro Liter. (Jenny L. Carwile u. a.:'Canned Soup Consumption and Urinary Bisphenol A: A Randomized Crossover Trial' JAMA (2011)) Demnach diffundiert BPA aus der Innenbeschichtung der Dosen in die Nahrung, wird von den Konsumenten verzehrt und aufgenommen und dann über den Urin ausgeschieden.

Bisphenol A ist im Experiment und unter ungünstigen Umweltbedingungen bei Tieren einschließlich Säugetieren ein Xenoestrogen mit estrogenartiger Wirkung (siehe auch Endokrine Disruptoren). So stört es nicht nur die Sexualentwicklung, sondern auch die Gehirnentwicklung bei Mäusen und Vögeln. Männliche Hirschmäuse zeigen nach Behandlung mit Bisphenol A weibliche Verhaltensweisen und werden von weiblichen Artgenossen gemieden. (BPA-Exposed Male Deer Mice are Demasculinized and Undesirable to Females, University of Missouri)

 

Wie klären Softdrink-Hersteller die Konsumenten über die Gefahren des Bishenol A auf?

coca cola

Wir sind der Frage nachgegangen haben uns einmal bei der Firma Coca Cola in Großbritanien umgesehen und recherchiert. Auf der Konsumenten-Seite kommt Coca Cola UK bereits in der Überschrift "Does Coca Cola packaging contain Bisphenol A, which has been said to have health risk?" (Beinhaltet Coca Cola Verpackung Bishenol A über das geasgt wurde, Gesundheitsrisiken zu haben) auf den Punkt.

Der Verbraucher wird aufgeklärt: "...Wenn wir irgendwelche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit unserer Verpackungen hätten, würden wir es nicht verwenden..." und weiter "...Unsere oberste Priorität ist es, die Sicherheit und Qualität unserer Produkte und Verpackungen durch strenge Normen, ....zu gewährleisten". und dann "..."Während BPA in den Auskleidungen von Aluminiumdosen vorhanden ist, sind unsere Softdrink-Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) Kunststoff hergestellt, die kein BPA enthalten." (http://www.coca-cola.co.uk/faq/products/does-coca-cola-packaging-contain-bpa.html)

Na prima, dann stammt diese Cola Dose sicherlich von einer Produkt-Piraterie, Herr Coca Cola!

Einer Studie der Universitätsklinik Bonn vom Dezember 2012 folgend kann BPA den Hormonhaushalt beeinflussen sowie Enzyme und Transportproteine in ihrer Funktion beeinträchtigen. Durch Experimente an Gewebeproben von Mäusen und Menschen konnte festgestellt werden, dass BPA für die Zellfunktion wichtige Calcium-Kanäle in der Zellmembran reversibel blockiert. (Deutschmann et al. Bisphenol A inhibits voltage-activated Ca2+ channels in vitro: mechanisms and structural requirements Mol. Pharmacol. 2013, 83(2):501-511, PMID 23197648

Wie steht es mit den behördlichen Regulierungen zB. innerhalb der Europäischen Gemenischaft?

Die Europäische Kommission kam in ihrer Risikobewertung von 2003, als BPA im Rahmen der EU-Altstoffverordnung 793/93 auf mögliche Risiken für Mensch und Umwelt untersucht worden war, zu dem Ergebnis, dass bei sachgemäßer Verwendung von BPA keine Gefährdung für die Verbraucher ausgehe. Auch die im Juni 2008 veröffentlichte Aktualisierung der Bewertung wiederholt diese Auffassung. (Aktualisierte EU-Risikobewertung von Bisphenol A, Juni 2008 (PDF; 1,3 MB)) Gegenwärtig gebe es keinen Bedarf an Maßnahmen zur Verringerung der Exposition, auch nicht an weiteren Untersuchungen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) setzte bis 2006 für BPA einen Grenzwert von 10 µg pro kg Körpergewicht und pro Tag. In ihrer im Januar 2007 veröffentlichten aktualisierten Bewertung von BPA berücksichtigte die EFSA rund 200 Studien und Übersichtsartikel, die seit ihrer ersten Bewertung (2002) erschienen waren, inklusive einer umfangreichen „Zwei-Generationen-Studie“ („Two-Generation… Study“) mit Mäusen. (Studie von Rochelle W. Tyl u. a.: Two-Generation Reproductive Toxicity Study of Dietary Bisphenol A (BPA) in CD-1(R) (Swiss) Mice, Toxicological Sciences Band 104)

Auf Basis der vorliegenden Daten hat die EFSA den Grenzwert auf 50 µg/kg pro Tag angehoben, entsprechend einem spezifischen Migrationswert von 3 mg/kg. "...Wenn Babyfläschchen oder Lebensmittelverpackungen aus Polykarbonat den Bestandteil Bisphenol A (BPA) in Speisen und Getränke absondern, ist das nach Auffassung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA seit Anfang dieses Jahres nicht mehr so schlimm wie noch in der Zeit zuvor..." schreibt Wiebke Rögener von der Süddeutschen Zeitung in ihrer Eingangskommentierung zur Lockerung der Regulierung für Chemikalien der EU-Behörden.(Sueddeutsche.de: Wenn der Grenzwert plötzlich fällt, 27. Juni 2007); (EFSA - Opinion of the Scientific Committee/Scientific Panel: Opinion of the Scientific Panel on food additives, flavourings, processing aids and materials in contact with food (AFC) related to 2,2-BIS(4-HYDROXYPHENYL)PROPANE vom 29. Januar 2007 doi:10.2903/j.efsa.2007.428)

Der Migrationswert – er legt fest, wie viel BPA ein Lebensmittel durch den Kontakt mit der Verpackung aufnehmen darf – lag gemäß der Bedarfsgegenständeverordnung (BedGgstV) von 1992 bei 0,6 mg pro kg Lebensmittel.

Im Juli 2008 blieb die EFSA in Bezug auf Lebensmittelkontaktanwendungen bei ihrer Auffassung, dass auf BPA basierende Polycarbonat- und Epoxidharz-Produkte im Lebensmittelkontakt bei vorgesehenem Gebrauch für alle Altersgruppen sicher seien. (EFSA - Opinion of the Scientific Committee/Scientific Panel: Opinion of the Scientific Panel on food additives, flavourings, processing aids and materials in contact with food (AFC) related to 2,2-BIS(4-HYDROXYPHENYL)PROPANE vom 29. Januar 2007 doi:10.2903/j.efsa.2007.428); EFSA-Mitteilung zur Neubewertung von Bisphenol A, Juli 2008Bisphenol A aus Plastikbehältnissen gefährdet Verbraucher nicht. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.. 3. Februar 2009. Abgerufen am 27. November 2011.)

Unabhängig davon wurde BPA bisher in der EU-Chemikalienverordnung REACH nicht als besonders besorgniserregend gelistet.(BPA laut EU kein besonders besorgniserregender Stoff)

Im September 2010 aktualisierte die EFSA die Stellungnahme zum Bisphenol A, wobei aktuelle Studien sowie Entscheidungen der dänischen Behörden berücksichtigt wurden. Der TDI wurde nicht geändert. (Scientific Opinion on Bisphenol A: evaluation of a study investigating its neurodevelopmental toxicity, review of recent scientific literature on its toxicity and advice on the Danish risk assessment of Bisphenol A EFSA Oppinion vom 23. September 2010, doi:10.2903/j.efsa.2010.1829 ) Diese Entscheidung der EFSA wurde als industrienah kritisiert.

Am 26. November 2010 gab der „Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit“ der EU bekannt, dass ab 1. März 2011 die Produktion und ab 1. Juni 2011 der Verkauf von Babyflaschen aus Polycarbonat, die BPA enthalten, in der EU verboten ist. Die Hersteller hatten Säuglingsflaschen, die BPA enthalten, bereits freiwillig vom Markt genommen. ( EU-weites Verbot von Giftstoff in Babyflaschen ab dem 1. Juni); (EU-weites Verbot für Bisphenol A in Babyflaschen ab Juni 2011)

Im April 2012 gab die EFSA bekannt, dass eine vollständige Neubewertung von Bisphenol A begonnen wird. Der Bewertungsentwurf zur Expositionsschätzung wurde am 25. Juli 2013 veröffentlicht, er kann bis zum 15. September 2013 kommentiert werden. (Öffentliche Konsultation des Entwurfs der BPA-Bewertung - Expositionsschätzung vom 25. Juli 2013)

In welchem Umfang bereits eine geringe Dosis Bisphenol A ( BPA), also einer Dosis, die weit unter der täglich empfohlenen Maximalmenge zu Insulinausschüttungen,  erhöhten Glucosewerten, einer Insulinintoleranz, Diabetes, Herzkrankheiten, Gehirnanomalie und Verhaltensstörungen führt, ist in Studien der Universität von Missouri unter der Leitung von Prof. Fred Vom-Saal, Professor für Biologie belegt worden. Mehr hierzu finden Sie in der Reportage am Ende unseres Berichtes.

Aspertam (E951) ist als Lebensmittelzusatzstoff (Süßungsmittel) von der FDA, der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde als "unbedenklich" für den Verbarucher deklariert und genehmigt worden und von der EFSA, der Verbraucher- und Gesundheitsbehörde der EU im Genehmigungsration 1:1 übernommen worden. Das synthetisch hergestellte Süßungsmittel Aspartam findet bereits in mehr als 6.000 Lebensmitteln unseres täglichen Bedarfes Anwendung. Bekannte Marken, wie NutraSweet, Coca Cola, Red Bull, etc. enthalten Aspertam (E951). Welche Gefahren " Aspartam" schon in geringen Dosen  für die Gesundheit verursacht, haben diverse Studien belegt. In wieweit die FDA augenscheinlich relevante Informationen bei der Genehmigung übersehen haben will und was Donald Rumpsfeld und Ronald Reagan - als ehemaliges Vostandsmitglied des Aspartam-Patentinhabers und US-Chemieriesen "Monsanto"  - damit zu tun haben, dass entgegen aller Warnungen durch Mission Posible International (http://www.mpwhi.com/main.htm) Aspartam zu einem weltweiten Verkaufsgiganten in der Lebensmittelindustrie wurde, wird in der Reportage "unser täglich Gift" dokumentiert.

In unserem Bericht haben wir nur zwei "chemische Stoffe" aufgeführt, die mittlerweile einen gesicherten Platz in diversen Lebensmitteln gefunden haben. Wir empfehlen unseren Lesern/innen die fesselnde Filmreportage der Journalistin Marie-Monique Robin , die wir hier am Ende unseres Berichtes zur Verfügung stellen und freuen uns über ein "gefällt mir" bei Facebook.

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