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Kochsalz-Bluthochdruck-Nierenerkrankung

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alzheimer„...eine Strecke des Lebens, die nicht sein muss...“ Bluthochdruck, eine nicht schmerzhafte Erkrankung und vielfach in den Europäischen Staaten verkannt. Nierenerkrankungen, ... oftmals zu spät diagnostiziert. Kochsalz, ... von Jedem gebraucht, es soll ja schließlich schmecken.  Mein Bericht soll Sie informieren, zum Umdenken anreizen und Wege aufzeigen, wie dieses „Dreigestirn“ zu handeln ist.  Meine teilweise harten Sätze mögen Sie dazu bewegen.
2008 und erneut 2012 und 2016 erklärte das Bundesministerium für Risikobewertung BfR Salz, (jede Art) mit einer "hinreichend bis guten" Evidenz als schädlich für Bluthochdruck und als eigenständigen Risikofaktor für kardiovaskuläre Mortalität und Morbidität, sowie auch für Magenkrebs, Osteoporose und Nierenerkrankungen. Das BfR empfahl, die Salzzufuhr nach Analyse der Datenlage auf 3,5 – 6 g Kochsalz am Tag zu beschränken. Das ist nicht viel, wenn Sie als aufgeschlossener Verbraucher allein die Nährstoffangaben auf den Verpackungsangaben genau verifizieren. Die WHO schätzt, dass die Senkung von 50 mmol/d Natriumausscheidung die Anzahl der Medikamente einer hypertensiven Therapie um 50 %, das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um 22 % und kardiovaskuläre Ereignisse um 16 % reduzieren könnte [1].

Kochsalz, der Weg zum Herz-Kreislauf-Problem. Fakten aus Studien.

Die Daten, auf die sich die Forderungen von WHO und BfR stützen, basieren auf Studien wie z. B. einer Metaanalyse von 13 Studien mit 177.025 Teilnehmern über fünf bis neun Jahre. Das Ergebnis: Erhöhung des NaCl um 5 g/d hat eine Zunahme an Schlaganfällen von 23 %, an kardiovaskulären Ereignissen um 17 % zur Folge und zwar unabhängig vom Blutdruck. Die große finnische Studie mit 1.173 Männern und 1.263 Frauen brachte das Ergebnis: Eine um 100 mmol (~ 5,8 g NaCl) pro Tag erhöhte Natriumausscheidung hat eine Zunahme kardiovaskulärer Ereignisse um 51 % und eine Steigerung der Gesamtmortalität um 26 % zur Folge. Bei einer Reduktion von Salz zeigte sich eine Reduktion des systolischen Blutdrucks bei 15- bis 19-Jährigen um 5 mmHg und bei 60- bis 69-Jährigen um 10 mmHg [2, 4].
Was sagt das IQWiG?
So weit sollte eigentlich alles klar sein. Jedoch kam das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit) mit seiner Bewertung (7 Übersichtsarbeiten mit 520 – 3.391 Teilnehmern aus insgesamt 62 RCTs zur nicht-medikamentösen Blutdrucktherapie) zwar zu dem Schluss, dass eine Kochsalzreduktion den Blutdruck senken kann (syst. BD -3,6 – 8 mmHg/diast. BD -2 – 3 mmHg – v. a. Patientinnen ohne Medikamente), dass aber die Studien keine Belege für einen positiven Einfluss auf Folgeerkrankungen der essenziellen Hypertonie liefern können. Zudem sei keine Aussage zu KHK oder Mortalität möglich und die Nachhaltigkeit sei ungewiss – eine Übersichtsarbeit zeigte einen nachlassenden Effekt nach sechs Monaten.
Auch eine Analyse aus der Cochrane-Bibliothek [3] von 2011 (Metaanalyse aus 2.649 Studien) mit dem Ziel, durch die Reduktion der Natriumausscheidung um 70 – 80 mmol/d Endpunkte wie Mortalität, KHK, Schlaganfall bzw. weichere Kriterien wie Blutdruck und Lebensqualität zu verbessern, zeigt ein ähnliches Bild. Die Autoren sehen keinen Zusammenhang zwischen Salz und harten Endpunkten [5, 6, 7].

Mir stellt sich also die Frage: Gefahr durch zu wenig Kochsalz?

2009 verunsicherte dann noch eine im JAMA publizierte Studie die Therapeuten wie Patienten. In einer Auswertung der FLEMENGHO- und EPOGH-Studie wurden 3.600 (3.681) Teilnehmer prospektiv ohne kardiovaskuläre Erkrankungen (2.096 normotensiv) über acht Jahre beobachtet. Das Fazit der Autoren: Wer wenig Salz zu sich nimmt, hat eine größere Gefahr, an Herz- oder Gefäßleiden zu sterben. In der Gruppe (30 %) mit der niedrigsten Natriumausscheidung (107 mmol) waren die meisten, nämlich 50 Todesfälle (4,1 %) zu finden. In der Gruppe (30 %) mit mittlerer Natriumausscheidung (168 mmol) 24 Todesfälle (1,9 %) und in der Gruppe mit höchster Natriumausscheidung (260 mmol) 10 Todesfälle (0,8 %). Jedoch konnte auch hier ein Anstieg des systolischen Blutdrucks um 1,71 mmHg je 100 mmol Zunahme in der Natriumausscheidung beobachtet werden.

 

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Diese Studie wurde jedoch sehr aufgrund methodischer Mängel kritisiert.

* Die Gruppe mit der "niedrigen Zufuhr" nahm im Mittel mehr als 6 g auf.
* Mängel im Sammeln (50 mmol, fehlerhaftes Kreatinin?).
* Relativ junge Patienten (38/40 +/- 14/16) – die Gruppe der "niedrigen Aufnahme" war signifikant älter.
* Die Gruppe mit der "niedrigen Aufnahme" hatte den signifikant niedrigsten Bildungsabschluss.
* Relative schlanke Patienten (BMI 24 +/- 4).
* 7 Jahre ist ein relativ kurzer Zeitraum (in anderen Studien sind Effekte erst nach mehr als 10 Jahren gesehen worden).
* Keine Adjustierung nach anderen Ernährungsfaktoren, Stress, Einnahme von Medikamenten [8].
* Keine Diabetiker innerhalb der Gruppe.
* Fehlendes Patientenpotential mit anderen Krankheitsbildern.
* Fehlende Differenzierung innerhalb der Berufsgruppen.
* Fehlende Angaben zu evtl. Medikamentenplan
* Fehlende Angaben zur Anamnese.
* Keine Angaben zum Lebenswandel.
* Fehlende Analysen zum Bludbild.

Mögliche Folgen drastischer Salzrestriktion bei „Hochleistern“

Es gibt mittlerweile Hinweise, dass eine Kochsalzrestriktion auf 5 – 6 g/Tag in extremen Situationen (Straßenarbeiter, Bauarbeiter, Schmiede und andere berufe mit extremer körperlicher Beanspruchung sowie Leistungssportler) ungünstige Effekte haben kann. Vor allem angeführt wird hier die Förderung einer Herzschwäche durch vermindertes Blutvolumen, erhöhte Blutviskosität und verminderte Koronardurchblutung. Bei einer drastischen Absenkung auf 1 g/Tag sind ungünstige Effekte durch die Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, die Aktivierung des Sympathikus, den Anstieg von LDL und TG sowie den Anstieg der Harnsäure und eine Verminderung der Insulinsensitivität gegeben.

Salzsensitivität

Dennoch: Ca. 40 % der erwachsenen deutschen Bevölkerung und etwa 45 % der erwachsenen österreichischen Bevölkerung  haben einen erhöhten Blutdruck. Und Bluthochdruck ist in einem erheblichen Maße für die Krankheits- und Sterbelast verantwortlich. Eine moderate Salzreduktion führt zu einer Absenkung des Blutdrucks bei Kindern und Erwachsenen, sofern diese salzsensitiv sind. Untersuchungen von Sanchez 2016, Melander 2006, Bönner 2003, Rocchini 2000, González-Albarrán 1998 haben ergeben, dass ca. 20 – 30 % der Bevölkerung salzsensitiv sind. Ältere sind empfindlicher als Junge, Schwarze mehr als Weiße, Frauen eher als Männer. Dabei sind ca. 50 % (2008) und 52% (2017) der Hypertoniker salzsensitiv. Laut BfR würden somit 20 % von einer allgemeinen Salzreduktion profitieren [10].

Praktische Probleme

Auch wenn die Studienlage uneinheitlich ist, in Deutschland und Österreich liegt der Salzkonsum in allen Bevölkerungsgruppen über dem Bedarf und das Hauptproblem ist, dass wir die größten Salzmengen nicht freiwillig reduzieren können. Vor allem mit Brot und Brotbelag, wie Wurst und Käse, nehmen wir das meiste Salz auf. Heute noch dazu: Fertignahrung aus Tüten und Dosen, Chips und anderes Salzgebäck vor dem Fernseher und in Kinos und Theater und Fastfood bis zu mehrmals die Woche. Eine Untersuchung von Stiftung Warentest hat gezeigt, dass bis zu 80 % der täglichen Salzmenge von 6 g über solche Lebensmittel aufgenommen werden. Weitere Quellen sind salzhaltige Mineralwässer und natürlich der Salzstreuer. Wer hat es noch nicht erlebt: Dem Gast wird das Essen gereicht und ohne es zu probieren, kommt erst einmal der Salzstreuer zur Aktion. Zur Studien haben ergeben, dass eine bis zu 25 %ige stufenweise Salzreduktion vom Verbraucher nicht wahrgenommen wird. Auch würde eine 30 %ige Salzreduktion nicht dazu führen, dass Brot mikrobiell beeinträchtigt würde [11, 12].

Empowerment statt Zwang

Die Deutsche Diabetes-Hilfe [9] hat daher in ihrem Positionspapier zur freiwilligen Reduktion aufgefordert. Unter dem Aspekt einer schrittweisen geschmacklichen Anpassung der Bevölkerung an einen geringeren Salzgehalt ist das Ziel der Bundesregierung in Österreich – -16 % auf Produktebene bis 2019 – vertretbar. Wie oft der Salzstreuer dann noch zum Nachsalzen benutzt wird, bleibt jedem selbst überlassen [1]

Das Greenhall Medical Centre & Therapeutics als Internistische Facharztpraxis unter der Fachärztlichen Leitung von Herrn Dr. (Univ.) Martin Kaiba

aus Pöllau in Österreich, nimmt dazu fachmedizinische Stellung. Herr Dr. (Univ.) Martin Kaiba steht seit Jahren in einem engen Kontakt zu uns. Frau Silvia Kaiba ist DKGS- Diabetesberaterin und zertifizierte Wundmanagerin im Greenhall Medical Centre & Therapeutics. „Die Nieren sind das Fundament für unsere Gesundheit, sowohl in der westlichen als auch in der traditionellen chinesischen Medizin, oft TCM genannt. Für die westliche Medizin sind die Nieren die klassischen Entgiftungsorgane des Körpers, aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin sind sie eine Tankstelle für die Lebenskraft – so unterschiedlich können medizinische Ansichten sein!
Beides ist natürlich für unsere Wohlbefinden extrem wichtig. Die Nieren schonend zu behandeln ist also wesentlich, um gesund zu bleiben. Eine tragende Säule dafür ist ein gut eingestellter Blutdruck. Dieser wiederum ist für unser Wohlbefinden, für unsere Lebensqualität und Organgesundheit ein grundlegender Baustein.
Der häufig sehr unterschätzte Bluthochdruck kommt nicht von heute auf morgen, sondern schleicht sich leise über Jahre ein. Das Heimtückische daran ist, dass dieser Bluthochdruck oft über Jahre unentdeckt bleibt und so Zeit findet, unsere Organe wie Nieren, Herz, Gehirn oder Augen zu belasten.
Für die Gesunderhaltung unserer paarweise angelegten Nieren ist ein gut eingestellter Blutdruck daher sehr wichtig und als aktiver Schutz auch für viele andere Organe zu sehen.
Für Menschen mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion ist die korrekte Blutdruckeinstellung eine der wichtigsten Maßnahmen, um die noch vorhandene Nierenfunktion zu erhalten. Man mag sich wohl wundern, dass die Niere auch den Blutdruck mitbeeinflusst. Aber – wie gesagt – sie gilt als die Wurzel des Lebens.
Als Entgiftungsorgan kennen wir sie alle, aber sie ist auch verantwortlich für die Bereitstellung von vielen für uns lebensnotwendigen Hormonen. Und: Sie regelt auch die „Pegelstände“ der Blutsalze und damit indirekt den Wasserstand.
Nun kommt die gute Nachricht: Wir können sehr wohl unseren Blutdruck und damit auch unsere Nierengesundheit positiv beeinflussen! Eine Gewichtsreduktion von 3 bis 5 kg zeigt im Blutdruckpass oft schon eine deutliche Senkung der RR-Werte.
Körperliche Bewegung, zusätzlich zu gut ausbauten Alltagsbewegungen – wann immer sich die Möglichkeit ergibt -, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Nieren. Also: Besser Treppen steigen als Lift fahren. Oder lassen Sie doch einfach Ihr Auto einmal stehen!
Eine salzarme Ernährung ist vor allem Gewohnheitssache. Beginnen Sie behutsam, das Salz in Ihren Speisen zu reduzieren. Schon nach drei Wochen werden Sie merken, wie lecker und interessant alles schmecken kann. Nun kommen endlich andere Geschmacksnuancen zur Geltung! Sie können stattdessen Kräuter, wie Rosmarin, Liebstöckel, Salbei, Oregano, Kresse, Dill und andere Gewürze zum Einsatz bringen. Auch leicht angerösteter Zwiebel und Knoblauch geben einen guten Geschmack und haben zudem viele gesunde Inhaltsstoffe.
Was uns sicher „einireißt“ ist das versteckte Salz in vielen Fertiggerichten.
Sollten Sie viel Mineralwasser trinken, ist es sehr sinnvoll, sich für eine Sorte zu entscheiden, deren Natrium-Gehalt unter 25 mg/l liegt. Schauen Sie doch einfach einmal aufs Etikett ihrer Flasche!
Die ersten positiven Effekte der Salz Einsparung zeigen sich in Ihrem Blutdruckpass meist  schon nach etwa 5 Wochen.
Auch chronischer Stress und ständiger Druck lassen den Blutdruck ansteigen – als guter Schutz vor psychischer Überlastung sind deshalb beispielsweise ausgleichende Yoga-Übungen sehr zu empfehlen, auch sportliche Aktivität an frischer Luft ist nicht zu vergessen! Nierengesundheit und Blutdruck hängen eben eng zusammen!
Auch aus Sicht der Diabetesberaterinnen ist daher das frühzeitige Entdecken eines zu hohen Blutdruckes entscheidend für die zukünftige Nierengesundheit.
Um Bluthochdruck verantwortungsvoll behandeln und einstellen zu können, bedarf es einerseits eines genauen  Anamnese-Gesprächs, andererseits der Erhebung von Laborwerten inklusive Schilddrüsen- und Stoffwechselparametern. Natürlich ist meist auch ein EKG sinnvoll, oft ergänzt durch einen Ultraschall von Herz und Nieren. Die gute Nachricht:  All diese Untersuchungen – mit Ausnahme vielleicht des kleinen Pieksers bei der Blutabnahme – sind völlig schmerzlos!
Abschließend noch Wichtiges zur Blutdruckkontrolle:
Mittels 24 Stunden Blutdruckmessung in der häuslichen Umgebung bekommt man einen guten Überblick über die derzeitige Einstellung. Und ganz wichtig: auch nächtliche Druckwerte können so aufgezeichnet werden!
Um die richtige Therapie individuell für Sie auswählen, anpassen und somit optimieren zu können, ist die Selbstmessung mit einem Heim-Blutdruckgerät ein weiteres sehr wichtiges Standbein. Ein gutes Oberarmmessgerät ist hierfür die bewährte Basis. Wesentlich ist aber auch das „richtige“ Messen: Halten Sie vor der Messung unbedingt eine Ruhephase von zumindest 3 bis 5 Minuten ein! Lassen Sie sich das korrekte Messen von ihrer Diabetesberaterin erklären!
Regelmäßige ärztliche Gespräche über den von Ihnen geführten Blutdruckpass sind daher sehr wertvoll für Ihre Gesundheit! Gemeinsam mit ihrem Arzt und ihrer Diabetesberaterin soll es so gelingen, eine optimale Blutdruckeinstellung und damit perfekten Nierenschutz zu erreichen!
Bleiben Sie gesund!
Silvia Kaiba
DKGS, Diabetesberaterin und zertifizierte Wundmanagerin
im Greenhall Medical Centre & Therapeutics
und
Dr. Martin Kaiba
Internistische Facharztpraxis
Innere Medizin – Arbeitsmedizin – Komplementärmedizin
A 8225 Pöllau im Naturpark Pöllauer Tal

Auch in der Traditionellen Ayurveda Medizin ( TAM) spielt die Niere zusammen mit der Leber die fundamentale Rolle für die Gesundheit des Menschen.

Niereninsuffizienz: Ayurveda erhöht Gesundheit und Lebensqualität
Die Nieren sind die Filter unseres Körpers, sie schützen uns und sortieren und leiten schädliche Stoffe aus. Doch die Niereninsuffizienz ist dabei, zu einer Volkskrankheit zu werden. Laut dem Ärzteblatt leiden aktuell mehr als 2 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Nierenerkrankung, während die deutsche Gesellschaft für Nephrologie meldet, dass die Zahl der von einer terminalen Niereninsuffizienz (letztes Krankheitsstadium) Betroffenen jedes Jahr um 3 bis 5 % ansteigt. Angesichts dieser Daten und der Schwere der Erkrankung – die 4-Jahres-Überlebensrate für Dialysepatienten beträgt gerade einmal 65 % – ist ein entschiedenes Handeln geboten. Ayurveda als Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie kann viel bewirken.
In der Schulmedizin wird die Niereninsuffizienz (Nierenversagen) vor allem als eine kontinuierliche, unaufhaltsame Verringerung der Filtrationsleistung der Niere angesehen. Diese Verringerung tritt schleichend auf, und man geht davon aus, dass erste stärkere Symptome – darunter dunkler Urin, Appetitlosigkeit oder Geschmacksveränderungen – erst ab einer Einschränkung der Nierentätigkeit von 70 bis 80 % auftreten. Zu diesem Zeitpunkt ist eine klinische Behandlung oftmals bereits unvermeidbar. Der Einbezug von Ayurveda in bestehende schulmedizinische Therapiekonzepte kann diese wirksam unterstützen. Ayurveda verfügt über ein tiefes Verständnis der komplexen Wechselwirkungen unseres Körpers und bietet dadurch Aussicht auf eine ganzheitliche Genesung.

Aus Sicht des Ayurveda

27. September 2017 (Professor Dr. Shrikrishna Sharma)
Im Ayurveda wird das Versagen der Niere als Zusammenbruch eines weitaus größeren Netzwerks und einer Schädigung der Mutra-Vaha-Srotas – der Ausleitungskanäle für Urin – angesehen. Der Grund: Alle drei grundlegenden Bioenergien (Doshas) Vata, Pitta und Kapha im Körper geraten in ein Ungleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass die Niere sich entzündet und ihrer unersetzlichen Funktion nicht mehr nachkommen kann. Dadurch ist das Filtern des Bluts, die Wiederaufnahme von Wasser und Nährstoffen sowie die Ausscheidung von Abfallprodukten nicht mehr in vollem Umfang möglich.
Die drei Doshas bei Niereninsuffizienz
Ayurveda sieht die Ursache für diese Entzündung der Nieren in einer Störung der Vata- und Pitta-Energien, wobei auch Kapha involviert ist:
Vata: Verantwortlich für die Zerstörung der Nierenfunktion, erkennbar beispielsweise durch niedrigere Urinmengen oder Schwellungen unter den Augen. Wurde Vata gereizt, werden in der Folge auch die beiden anderen Bioenergien Kapha und Pitta in Mitleidenschaft gezogen.
Pitta: Hat seinen Hauptsitz im Blut. Ein gestörtes Pitta schmälert somit die Filtrationsleistung der Nieren. Der Elektrolythaushalt wird gestört, essentielle Stoffe wie Albumin (Proteine im Blut) werden in zu hohen Mengen ausgeschieden, für den Körper wichtige Nährstoffe werden nicht ausreichend aufgenommen.
Kapha: Das zerstörte Kapha verstopft die Nephronen (Nierenzellen) und zerstört dadurch die Nierenfunktion. Dies wiederum blockiert die Vata-Bewegung, was zu einer Zerstörung der Nierenstruktur führt. Die drei Doshas sammeln sich gemeinsam oder auch einzeln in den Basti (Harnwegen) an und belasten diese dadurch. Die Folge: Vata kann sich von der Niere aus ausbreiten und zu Schwellungen und Ödemen im ganzen Körper führen. Der Ansatz zur Therapie besteht im Ayurveda in der Durchbrechung dieses Teufelskreises. Er setzt dabei die Ressourcen des gesamten Körpers zur Heilung ein.
Der ayurvedische Ansatz
Bei der Behandlung nach indischer Tradition identifiziert der Ayurveda- Arzt die gestörten Doshas in Körper und Geist und versucht sie wieder zu harmonisieren. Hierzu führt der Arzt unter anderem eine ausführliche Anamnese (Befragung des Patienten), Pulsdiagnose sowie Zungen- und Augendiagnostik durch. Anschließend werden unterschiedliche Maßnahmen durchgeführt, darunter eine ayurvedische Ernährungsumstellung gemäß der individuellen Ausprägung der Doshas, die Verabreichung von Nahrungsergänzungsmitteln, Reinigungsverfahren sowie, je nach Bedarf, Yoga und Meditation. Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, die Bioenergie Vata auszugleichen, damit sie sich wieder frei bewegen kann, was zu einer vermehrten Urinproduktion führt.
Durch die wiederhergestellte Balance von Vata wird die Regenerierung des geschädigten Nierengewebes ermöglicht. Sobald das Vata-Dosha beruhigt ist, können sich auch Kapha, Pitta und Blut gleichzeitig normalisieren. Durch die Reduktion von Kapha werden die Nephronen wieder freier, Schwellungen nehmen ab. Wenn Vata und Kapha so ins Gleichgewicht gekommen sind, beruhigt sich auch Pitta – und die Spaltung, Ausscheidung und Retention (Zurückhalten von Stoffen) körperlicher Substanzen ist wieder möglich. Im diesem Rahmen der ganzheitlichen Betrachtung aus Sicht der ayurveda spielt auch eine gesunde Funktion der Leber eine einflussreiche Rolle im Metabilsmus des Menschen. Eine gesunde Leberfunktion ist Grundlage des Kapha Veda und Pitta Dosha.




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